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6 STD.-Rennen am 24.04.10

Ein wirkliches Event!

Nicht nur für uns, sondern ich denke das war es wirklich wieder einmal für Alle: Ein richtig super Renntag!

Lange hatten wir auf den „Großen Bruder“ vom 3 Std – Rennen warten müssen, aber nun nach einigen Überredungsversuchen war es endlich soweit: Der Termin stand fest und fast wie bei den Anmeldungen beim 3Std-Rennen waren die Plätze nach wenigen Tagen, wenn nicht Stunden ausgebucht. Eigentlich sollten es ja auch „nur 16“ Starter werden, damit man mit den verfügbaren Reservekarts für eventuelle Ausfälle gerüstet war.

Nach einigen Verschiebungen im Starterfeld entschied man sich dann aber für die große Lösung und so waren schließlich 20 Teams am Start. Die Bedenken hinsichtlich der Vorhaltung von Reservekarts erwiesen sich auch als völlig unnötig, da das Spreewaldring-Team eine dermaßen professionelle Vorbereitung der Karts betrieb, dass trotz der 20 Einsatzkarts immer noch ausreichend Material zur Verfügung stand.

Das über den langen Zeitraum von 6Std aber nur wenige Male ein Reservekart eingesetzt werden musste zeigte erneut die Zuverlässigkeit und die Perfektion der Vorbereitung.

Bestes Wetter war gebucht und bei blauem Himmel und Sonne konnte das Event starten.

Nach der wie immer sehr netten und ausführlichen Einführung von Heiko ging es dann zum Qualifying. Zuvor wurde natürlich wie immer noch heiß über den besten Luftdruck philosophiert, denn bezüglich der Hinterreifen war das Material noch nicht langstrecken- getestet worden. Also machten die Einen mehr, die Anderen weniger Luft ins System, wir entschieden uns erst mal alles so zu lassen und zu schauen wie es geht. Nach dem Start zum Quali konnten wir dann die Zeiten und Platzierungen in den neu installierten Monitoren in der Box verfolgen. So gehört nun auch die Drängelei vor einem einzigen Monitor der Vergangenheit an. – Echt super!

Ja, für uns lief das Quali recht gut und als ich die Zeiten so von unten verfolgte war ich überrascht uns doch so weit oben auf Platz 2 zu finden. Nach dem Wechsel konnten wir sogar die Pole erobern und entschieden uns nun natürlich auch keine Änderungen am Luftdruck vorzunehmen.

Nach der der Einführungsrunde hinter dem für die Kartbahn geringfügig übermotorisierten Pace Car (Porsche Carrera), wurde die Karts normal in die Startaufstellung gebracht. Pünktlich nach WALDOW-ZEIT um 13:00Uhr wurde dann der Start zum 6 Std-Rennen freigegeben.

Eine Professionelle Rennleitung, natürlich verbunden mit Sprechfunk sorgte schon in der Anfangsphase für entsprechende Autorität, da es einigen der schnelleren Teams offensichtlich nicht schnell genug beim Überholen ging. So wurde auch die eine oder andere Zeitrafe ausgesprochen und einige Team kamen glimpflich mit gut gemeinten Verwarnungen davon. Aber diese Vorgehensweise sicherte auch die entsprechende Disziplin und wurde von (fast) allen akzeptiert. Zugegebener Maßen war es zunächst weder für die schnelleren Teams einfach an den teilweise doch recht deutlich langsameren vorbei zu fahren, noch war es für die langsameren bestimmt nicht entspannt von vielleicht 18 anderen während eines Stints mehrfach überrundet zu werden. Im Laufe des Rennes konnte man hier aber eine deutliche Verbesserung beobachten, offensichtlich hatten alle dazu gelernt.

Für uns lief es hervorragend und wir konnten nach anfänglichem Rückfall auf Platz 2 unseren Vorsprung auf fast 2 Runden ausbauen.

In der Mitte des Rennes gab es dann leider eine Berührung mehrere Fahrer vor dem Boxenbereich mit der Folge, dass sich einer der Fahrer wohl doch einige Prellungen zugezogen hatte. Bis zur Klärung der Situation wurde das Rennen kurz unterbrochen, konnte dann aber von allen wieder aufgenommen werden.

Viele andere Dinge die sonst sicher noch erwähnenswert wären sind mir sicherlich entgangen, denn wir hatten mit unserem 2er-Team -Phillip und ich - alle Hände voll zu tun um dem jeweiligen Fahrer mit Zetteln oder Zahlentafeln die Informationen zu geben die man ja als Fahrer so gerne haben möchte.

Dummerweise hatte sich ca. 1 Std vor Rennende an unserem Sitz eine Schraube gelöst, sodass wir in den Rechtskurven auf den Seitenhalt des Sitzes verzichten mussten. Da wir nun abwiegen mussten, reparieren oder nicht, entschieden wir uns für NICHT, da wir unseren Vorsprung nicht gefährden wollten. Also hieß es Zähne zusammenbeißen und in den Rechtskurven schön mit dem Knie am Tank abstützen und den Rest mit „am Lenkrad festhalten“ regeln. (Jetzt weiß ich auch wo die blauen Flecken am Knie herkamen)

Da 2 Teams etwa 4 Min vor Ablauf der 6Std zu wenig Sprit im Tank hatten entschied sich die Rennleitung das Rennen etwas vorzeitiger abzuwinken.

Nach 5Std, 58Min und 10 Sekunden war es dann soweit und wir konnten das Rennen als Sieger beenden.

Besonders habe ich mich über die anschließenden vielen Glückwünsche unserer Konkurrenten gefreut. Bei der anschließenden Siegerehrung mit Pokalübergabe wurden alle Teams noch einmal persönlich angesprochen und ihre Leistungen gewürdigt.

Danach haben wir bei einem Klasse Buffet und leckeren Grillereien die Erlebnisse ausgetauscht und unsere geschundenen Körper gegenseitig bemitleidet.

Alle hatten viel Spaß und ich hoffe, dass die Rufe nach einer Wiederholung nicht verhallen…..

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals sehr herzlich beim kompletten Spreewaldring-Team, Boxencrew, Rennleitung, Bistroteam und natürlich besonders bei Heiko Brademann und Reinhard Budde bedanken. Es war wie immer:

GELUNGEN!

Beste Grüße
Andreas Klatt